Lieder und Tänze des Todes IV - Der Feldherr | | Text: | Arseny Arkad'yevich Golenishchev-Kutuzov (1877) | | Melodie: | aurelie 2004 | | | am C G
Geschütze donnern, Hörner schmettern,
am E am
es tobt die Schlacht in wilder Wut.
Der Kriegslärm dröhnt gleich Sturmeswettern,
in roten Strömen fließt das Blut.
dm F C
Der Mittag brütet, noch kein Ende;
dm A dm
die Sonne sinkt, der gleiche Mord.
Der Abend dämmert, keine Wende
im Streit, nur heißer währt er fort.
am...
Es senkt die Nacht sich kühl und milde,
jetzt räumt die Walstatt, wer entrann...
Still ist es, nur vom Kampfgefilde
steigt dumpfes Stöhnen himmelan.
Da sieh! im bleichen Mondenscheine,
auf seinem hohen fahlen Roß,
schneeweiß, die knöchernen Gebeine,
erscheint der Tod, mit ihm als Troß
ein Rabenschwarm, kommt er geritten,
der wahre Feldherr er und Held!
Mit langsam feierlichen Schritten
umzieht er stolz das Leichenfeld.
dm dsus2
Auf einem Hügel faßt er Posten,
asus4 asus2 am
den grausen Anblick recht zu kosten...
dm am
Dann seine Stimme er erhebt
E am
und ruft, daß rings die Erde bebt:
„Aus ist der Kampf nun! Der Sieg nun entschieden!
Mir nur erlagt ihr, ihr Tapfren im Streit!
Krieg schuf das Leben euch, ich geb euch Frieden!
Auf jetzt, ihr Toten, zur Heerschau euch reiht!
Einmal zum Festesmarsch zwingt noch die Glieder,
daß ich mich freu' der gewaltigen Schar!
Dann legt zur Ruhe, ihr Braven, euch nieder,
habt sie euch redlich verdienet, fürwahr!
Kennt auch im Laufe der fliehenden Jahre
bald eure Namen kein Irdischer mehr,
ich doch euch stets im Gedächtnis bewahre,
treu euer Andenken ewig ich ehr':
Tanz in der Mitternacht, Dunkel und Schweigen,
ob eurer Ruhestatt feierndem Reigen ... .
Tanze und stampfe den Boden so fest,
daß eurer keiner sein Grab je verläßt!
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Zuletzt geändert: 04.06.2009
Anmerkungen |
aurelie (24.01.2004, 04:20): "Der Text zum "Feldherr" ist ein mittelalterlicher Totentanz, wie es derer eine Vielzahl gibt. Leider habe ich nur diesen Text gefunden, ohne weitere Quellenangabe ... .
Die Melodie ist ein seltsame Mischung aus Chopins "Trauermarsch" und einer entsprechenden Variation - mir war danach ;).
Die Notation verrät, wie das Ganze zu spielen ist, prinzipiel sind es die Akkorde, die drüber stehen auf den ersten drei Seiten gestrichen - eine Tabulatr dazuj folgt (vielleicht).
Ich darf noch einmal betonen, dass das keineswegs die Originalnotation des Trauermarsches ist, nur falls jemand dieser Ansicht sein sollte - sie ist sehr, sehr stark vereinfacht und somit mit der Gitarre spielbar ... .
In den Noten finden sich auch die beiden weiteren Stimmen aus dem Mittelteil, die erste wird einfach auf A gesungen ... .
Das Lied ist - obgleich es einfach aussieht, recht tricky ob der Geschwindigkeit und des leicht off-beatigen Rhythmus', der sich auch noch entgegen der Begletung bewegt ... also viel Spass dabei :)" |
Thomas (13.02.2004, 18:41): "Mit dem tricky haste recht. Hab mir bei den ersten Versuchen beinah einen Knoten in die Finger gemacht. Ist aber trotzdem ein Erfolg am Feuer geworden. Zumindest bei den gefestigten Seelen ;)
Gruß
Thomas" |
Die Irin (01.03.2004, 05:59): "jaaa... verknotete Finger *einlieddavonsingenkann*
aber dennoch ein tolles lied
so long,
die irin" |
Norbert (10.01.2009, 09:50): "Großartig...ich hatte noch deine alte Version von dem Lied, und allein für diese neue Version libe ich dich x3.
Das Lied an sich ist nicht so weit ich weiß sooo alt, die thematik schon.
Ist das vierte Lied von einem liederzyklus von Modest Mussorgski. Also zweite hälfte 19jh.
lg Norbert
" |
aurelie (11.01.2009, 15:03): "Das stimmt, der Text ist aus diesem Liederzyklus, Autor steht ohen, den Mussorgski vertont hat. Allerdings ist dies natürlich nicht die Mussorgski-Melodie.... ;)"
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